Donnerstag, 24. April 2014

Bettruhe continues

Ich war heute wieder zur Kontrolle im Krankenhaus. Zum Glück habe ich weiterhin keine Wehen und beim Ultraschall war der Gebärmutterhals mit ca 1,8 cm Länge genauso wie bei meiner Entlassung aus dem Krankenhaus vor 2 Wochen. Ich soll also so weiter machen wie bisher, mit anderen Worten liegen bleiben. Es formt sich nämlich immer noch ein Trichter über dem Gbh und das ist immer etwas trickreich und mit Vorsicht zu behandeln. In einer Woche soll ich dann wieder zu meiner alten Frauenärztin gehen um sie in die Geschehnisse der letzten 4 Wochen einzuweihen. Hoffentlich reagiert sie bei stabilen Befund nicht so panisch wie mein anderer Frauenarzt, denn wenn ich schon liegen muss wenn wunderschönes Wetter draußen ist dann bitte nicht wieder in einem Krankenhaus...

PIC OF THE DAY:


LOOK OF THE DAY: Kumba Ya my Lord. Umstandshose mit weißem Top und Ich-lass-mich-gehen Mamajacke.



Mittwoch, 23. April 2014

Haha

Soviel zum Thema Idealschwangerschaft...

http://thoughtcatalog.com/danielle-campoamor/2014/04/the-brutal-truth-about-pregnancy-that-you-have-no-clue-about/


Die erste Erleichterung

Drei Tage habe ich in diesem Schreckens-Krankenhaus durchgehalten. Mein Freund wollte mich von Anfang an so schnell wie möglich verlegen lassen, aber da ich mich nicht recht traute aus dem Bett aufzustehen war mir am Tag meiner Verlegung ziemlich mulmig zu Mute. In den drei vorangegangenen Tage hat sich nicht viel getan. Ich hatte keine Wehen, einmal am Tag ließ sich ein Arzt blicken der mir den Bauch abtastete (ich wurde nicht ein einziges Mal an ein CTG angeschlossen) und dann etwas gelangweilt erklärte, dass man jetzt noch nicht viel tun könne. Natürlich könne man eine Cerclage legen, müsse aber noch den Befund der Abstriche abwarten und in den USA sei es ja so, dass Fälle wie meiner wenn dann ambulant behandelt würden weil die Kosten für einen Klinikaufenthalt ohne Krankenversicherungssystem unbezahlbar seien- aha und was hat das mit mir zu tun? 

Die Krönung war der Besuch des Chefarztes am Tag meiner Verlegung. Er huschte rein mit seiner Entourage von 6-7 Oberärzten und Assistenzärzten und fragte vorwurfsvoll warum ich denn eine Verlegung wünsche, die Kollegen hätten doch laut Aussage von Schwester XY sehr viel Zeit in meinem Zimmerchen verbracht und mir meine Lage ausführlichst erklärt. Dann ratterte er noch mal runter was ich bereits- mit ein paar Abweichungen- von seinen weniger qualifizierten Kollegen erfahren hatte und schien sich währenddessen zu besinnen, dass ich doch wenn ich es unbedingt wünsche so schnell wie möglich verlegt werden soll (damit mein Bett ratz fatz wieder belegt werden kann). 


Ich war so froh als ich diesen hässlichen, depressiv-machenden Kasten endlich verlassen durfte und mit meinem Freund in dem Auto auf dem Weg ins andere Krankenhaus saß.

Schon bei der Ankunft war ich so erleichtert und dies steigerte sich noch mehr als ich zur Aufnahme in den Kreissaal kam und von den nettesten Hebamme untersucht worden bin. Die diensthabende Ärztin schaute sich meine Situation dann noch mal genau auf dem Ultraschall an und befand zwar, dass dies keine schöne Situation sei- Cervix verkürzt, Fruchtblasenprolaps durch Öffnung des Muttermundes- aber machte uns Mut. Ich wurde dann wieder stationär aufgenommen und durfte in einem sehr schönen Zimmer am Bach liegen und abwarten was denn die Abstriche ergeben würden...



Am nächsten Morgen kamen dann bereits eine sehr fröhliche Oberärztin und eine Assistenzärztin zu mir und erklärten, dass bei meinem Befund keine Bakterien entdeckt worden sind und ich bereits am nächsten Tag unter eine kurzen Vollnarkose eine Cerclage- ein Band um meinen Muttermund wieder zu verschließen- gelegt bekommen könnte. Ich entschied mich eigentlich direkt dafür, hatte nur kurz Bedenken wegen der Vollnarkose weil ich noch nie narkotisiert worden bin und natürlich Angst hatte, dass es nicht gut für das Baby ist. Als Allererste wurde ich dann früh morgens abgeholt und in den OP gekarrt. Mein Freund war natürlich wieder direkt zur Stelle- in dem Krankenhaus konnte er leider nicht einfach so bei mir übernachten, worüber ich Nachts kurz geweint habe- und ich versuchte mich zu beruhigen. Ich hatte solche Angst, dass etwas schief gehen und die Fruchtblase beschädigt wird und ich aufwache und das Kind verloren hätte. Die Ärztin hatte mir in dem Vorgespräch zwar versichert, dass in dem Krankenhaus die Cerclage auch bei weitaus dramatischeren Fällen gelegt wurden ist aber Angst hat man trotzdem.

Ich lag auf dem OP-Tisch und habe gezittert während alle Maßnahmen zur Vollnarkose getroffen wurden. Der Narkosearzt fragte mich ob ich mir denn schon einen Traum ausgesucht hätte, sehr geschickt denn dadurch habe ich natürlich angestrengt überlegt an was ich denken möchte während ich langsam in den Schlaf gleite. Und ehe ich mich versah wurde mir auch schon das Narkotikum gespritzt und ich war nicht wie angekündigt nach 20-30 Sekunden weg sondern nach gefühlten 5....was für ein Gefühl. Als ich aufwachte wurde ich bereits wieder in mein Bett gehievt und von Weitem hörte ich, dass alles gut gelaufen sei. Mein Freund war direkt wieder neben mir als ich zur Beobachtung in den Kreissaal geschoben wurde. Ich hatte Wehen- auaaa. So fühlt sich das also an. Wie Periodenschmerzen- in dem Fall- mindestens mal 2! Sofort kam ich an die Tokolyse und mein Herzschlag verdoppelte sich. Nach ca. 1 Stunde pendelte sich zum Glück wieder alles ein, aber an Essen war für den Rest des Tages nicht mehr zu denken.

Nach und nach wurde die Dosis des Wehenhemmers verringert und nach 48 Stunden durfte ich endlich weg vom Tropf. Die Ärzte kamen am nächsten Tag und waren sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Die Fruchtblase hätte zwar 1 cm rausgeragt- ich kann mir unter diesen Dimension leider nur wenig vorstellen- aber sie konnten sie gut zurück drängen und hätten auch nur ein einfaches Band für den Muttermundverschluss gebraucht. Im Laufe meines insgesamt 6-tägigen Aufenthaltes erhielt ich dann unterschiedliche Aussagen wie ich mich denn ab jetzt verhalten dürfte. Ich solle erstmal wieder aufstehen und zu Fuß zum CTG gehen und dann würde noch mal auf dem Ultraschall überprüft wie alles aussähe. Ärztin Nr.1: Treppen steigen? Nur einmal am Tag! Ärztin Nr.2: Wenn dann doch besser nur einmal in der Woche....Liegen- vorwiegend oder doch nur wenn der Bauch hart wird...Lungenreife? Noch nicht nötig, die würde ja nach 2 Wochen wieder verpuffen und es sehe nicht so aus als ob das Baby in den nächsten Wochen kommen würde...

Mit diesen Informationen wurde ich dann entlassen. Die Ärztin die mich bei meiner Aufnahme untersucht hat war zufrieden bei der Abschlussuntersuchung und nahm sich auch noch einen Tag vor der Entlassung viel Zeit um mir die Problematik meines Falls zu erklären. Der Cervixkanal sei bei ca. 3 cm, ein Trichter sei zwar da aber der Muttermund wieder geschlossen....hört sich doch gut an oder???
Nicht wenn man meinen Frauenarzt fragt, der verfiel in große Panik als ich ein paar Tage später bei ihm war, verunsichert durch einen- Entschuldigung an dieser Stelle- etwas zähflüssig-schleimigen Ausfluss. Ich muss dazu kurz bemerken, dass er zwar die Cervixinsuffizienz bei mir festgestellt hat wofür ich ihm auch sehr dankbar bin aber eine seeeehr altmodische Praxis hat. Er behauptete, dass es sein könnte, dass sich Fruchtwasser in dem Ausfluss befinden könnte, stellte bei mir erneut einen Prolaps fest und war geschockt, dass ich während meines Krankenhausaufenthaltes keine Lungenreife durchführen ließ. Mit den Worten ich säße auf einem Pulverfass stellte er mir wieder eine Einweisung in das Krankenhaus aus. Ich war am Boden zerstört und bettelte, dass ich Hauptsache wieder in das schöne Krankenhaus gebracht würde.

Meine Mutter und meine beste Freundin bestellten einen Krankentransport weil wir nun wirklich dachten, dass ich mich am besten gar nicht mehr bewege und liegend in das Krankenhaus eingewiesen werde. Meinem Freund sagten wir nix, er wäre glaube ich durchgedreht. Während ich auf der Liege im holprigen Krankenwagen lag habe ich einfach nur stumpf auf den Himmel geschaut, ich war total verwirrt und verunsichert. Zurück im Krankenhaus überkam mich wieder eine große Entspannung. Ich durchlief wieder das übliche Procedere- CTG- unauffällig- und dann Ultraschall- zu meiner großen Überraschung unverändert seit meiner Entlassung. Was bitte hatte mein Frauenarzt da bitte auf seinem Gerät gesehen. Die Ärztin im Krankenhaus mutmaßte, dass er vielleicht in der Eile meine Blase- HARNBLASE- mit meiner Fruchtblase verwechselt hatte. Eins weiß ich jetzt wenigstens sicher: Zu ihm gehe ich nicht wieder, Erfahrung hin oder her da gehe ich doch lieber zu meiner Frauenärztin vom Anfang, die sich zwar oft etwas stur auf alle Arten von Studien beruft aber zumindest neuere Techniken verwendet...

Bereits am nächsten Tag wurde ich schon wieder entlassen, nach dem mich noch mal der Chefarzt unter die Lupe genommen hat und meinte, dass eine Lungenreife noch nicht nötig sei. Zur Verteidigung meines Frauenarztes, der wohl selber mal Oberarzt in einem Hospital gewesen ist, sagte er dass zu seinen Zeiten wohl ständig die Lungenreife durchgeführt worden ist, man diese heute aber nicht mehr so oft und am besten nur wenn dringend nötig- bei Wehen- durchgeführt werden muss. AHA. Sitze nun immernoch etwas auf heißen Kohlen bzw. auf dem Pulverfass weil die Lungenreife ja nun mal wichtig für das Überleben des Babys ist, wenn es zu einer Frühgeburt kommen sollte. Andererseits ist es ja witzlos die Lungenreife durchführen zu lassen und nach 2 Wochen steht man wieder vor dem selben Problem.

Nachdem ich also dieses süße Krankenhaus verlassen habe...(das Bild ist etwas älter)




....liege ich im Bett- zähle ich die Hürden: 26. SSW, 28. SSW (ab da dürfte ich in St. Bethlehem entbinden und müsste nie mehr in die schreckliche UK), 30 SSW, 32 SSW und schone mich und schreibe diesen Blog über meine Liegeschwangerschaft.

Bettruhe: Woche 27

Bevor ich chronologisch meine Geschichte weiter erzähle ein kurzer Zwischeneintrag...

Seit gestern bin ich in der 27. Schwangerschaftswoche. Und ich liege immer noch Zuhause. Natürlich bin ich froh darüber, dass ich hier in meinem schönen Bett sein kann aber die Ungewissheit macht einen verrückt! Vor 2 Wochen wurde der letzte Ultraschall gemacht und der Chefarzt meinte meine Lage hätte sich seit meiner Entlassung aus dem Krankenhaus nicht verschlechtert und warf dann wieder mit den altbekannten Begriffen um sich: kein Prolaps, Muttermund verschlossen, kein Druck auf der Cerclage, Cervix stabil bei 3 cm aber Trichterbildung mit einer Tiefe von 1,7 cm und Breite von 2,7 cm. Mein Kopf brummte. Ich hoffe, dass sich morgen nichts geändert oder verschlimmert hat. Mein Baby muss noch mindestens bis zur 32. Woche in mir bleiben. Beschwerden habe ich soweit- soweit mein neues Lieblingswort- keine aber seit gestern Nacht spüre ich öfters ein leichtes Ziepen; ich hoffe es ist kein Druck auf der Cerclage, ich hoffe, hoffe, hoffe... Zudem habe ich glaub ich langsam Trombosestrümpfe nötig, meine Beine fühlen sich schwer an und sind sicherlich nicht über die tägliche Breitseitenbelastung erfreut.

LOOK OF THE DAY: Weißes Tank Top, Pyamahose im Leopardenlook. Make-Up: Eau Naturel. 





Melde mich morgen nach dem ich im Krankenhaus war wieder. Hoffentlich lassen die mich wieder gehen und ich habe mehr Gewissheit...

Dienstag, 15. April 2014

Der erste Schock

Seit heute bin ich in der 26. Woche schwanger. Ich muss seit Anfang April nur im Bett liegen...Dabei dachte ich vor 2 1/2 Wochen noch das alles in Ordnung sei und die Schwangerschaft doch ideal verlaufen würde. Aber erstmal Eins nach dem Anderen, wenn ich schon einen Blog über meine Liegeschwangerschaft starte- einen weiteren Blog, der sich mit diesem Thema befasst habe ich leider bis jetzt noch nicht im Internet gefunden- kann ich mir ja Zeit lassen die vergangenen zwei Wochen en Detail zu schildern. 

Alles fing damit an, dass ich zur Kontrolluntersuchung in der 23.SSW zu meinem neuen Frauenarzt gegangen bin. Hatte gerade zu ihm gewechselt obwohl ich etwas skeptisch war, ob der alten Gerätschaften in seiner Praxis. Warum ich wechselte: 1. Meine Mutter ließ nicht locker 2. Er nahm sich Zeit. Meine frühere Frauenärztin hatte zwar eine richtig schicke Praxis, mit 3D, 4D-Ultraschall etc., war aber etwas kaltschnäuzig und hat ihre Patienten eher durch gewunken. Irgendwie vermisse ich Sie und ihre Geräte jetzt ein wenig... Auf jeden Fall, habe ich geplant meinen Bruder in Barcelona zu besuchen und wollte vorher noch mal auf Nummer Sicher gehen, dass ich auch ohne Probleme fliegen darf. Mein Arzt sicherte mir vor der Ultraschalluntersuchung noch zu, dass es im 2. Trimester völlig problemlos sei zu fliegen- auch bei Flugangst. Dann der Blick auf das Ultraschallbild. Der Arzt murmelte, dass er sich am besten noch mal genaustens die Länge meines Gebärmutterhalses etc. angucken würde, damit ich auch keine Überraschung in Barcelona erleben würde. Dann wurde er länger still. Ich reckte mich aus meiner eher unvorteilhaften Liegeposition, die ich zwangsläufig auf dem schätzungsweise in den 70er Jahren erbauten Gynäkologenstuhl einnehmen musste um einen Blick auf das Ultraschallbild zu bekommen und sah eine etwas größere schwarze Blase. Ich dachte mir nichts Böses, da ich mich zuvor noch nicht besonders für meinen Cervixkanal interessiert habe und wunderte mich nur, dass der Herr Doktor so still und konzentriert am Messen war. Irgendwann durfte meine sehr unbequeme Liegeposition einer etwas vorteilhafteren weichen und wir schauten in meinen Bauch- mein Lieblingspart des Arztbesuches- um nach meinem Baby zu gucken. Ich freute mich, weil er so munter und fröhlich im Bauch herum tollte. Und mein Freund und ich schauten uns glücklich an. Dann durfte ich mich wieder setzen und der Arzt sagte, das unser Baby sehr gut entwickelt sei und mit ihm alles in Ordnung ist. Aber nun zu den schlechten Nachrichten. Nach Barcelona werden Sie wohl erst nächstes Jahr fliegen können. Ich fühlte mich wie im freien Fall und mir wurde warm. In solchen Situationen fühle ich mich immer als ob ich meinen Körper verlasse und der Situation nur noch als stiller Beobachter beiwohne... Der Arzt zückte ein eben aufgenommenes Ultraschallbild und deutete auf die schwarze Fläche. "Das was sie hier sehen, dürfte jetzt eigentlich noch gar nicht da sein. Das zeigt, dass sich ihr Muttermund bereits geöffnet, die Fruchtblase hervorgetreten und ihr Cervix Uteri (a.k.a. Gebärmutterhals) verkürzt ist. Sie müssen sofort ins Krankenhaus. Es kann sein, dass Sie nun den Rest der Schwangerschaft liegen müssen... vielleicht kann das bei Ihnen noch zugenäht werden"...ungefähr soviel habe ich von seinen Worten noch behalten. 

Wir sind direkt nach Hause um meine Krankenhaustasche zu packen. Die halbstündige Busfahrt zum Krankenhaus habe ich eigentlich nur aus dem Fenster geschaut und kaum geredet, ich war total verunsichert. Nach einem etwas längeren Anmeldeprozess in der Notaufnahme und einer noch längeren Wartezeit im Kreissaal wurde ich dann endlich noch mal eingehend untersucht. Die Ärztin war grauenhaft, kühl und klinisch. Nach zahlreichen Abstrichen- es musste ja erst mal überprüft werden ob eine Infektion an meiner Gebärmutterhalsverkürzung bzw. Cerfixinsuffizienz schuld war- wurde dann erneut ein Ultraschall gemacht. Die Ärztin versuchte erst gar nicht uns Mut zu machen, ihre Diagnose lautete entweder es kommt zu einem Spätabort oder aber - und dann würde es für sie erst interessant, das war ihr Wortlaut!- wenn ich noch eine Woche durchhalte und die 23+6 erreicht hätte könnte man die Lungenreife durchführen und versuchen das Kind dann durch zu bringen. Ich war total perplex, das klang so ausweglos. Ich hatte noch die Worte von meinen Frauenarzt im Kopf und fragte ob es nicht irgendwie möglich wäre den Muttermund wieder zu verschließen. Darauf war ihre Antwort, dass dies schon möglich sei aber nur wenn ich keine Infektion hätte und der Eingriff auch dann sehr riskant sei, da die Fruchtblase dabei platzen könnte. Zu dem jetzigen Zeitpunkt seien ihr die Hände gebunden. Auf unsere Frage ob es hilfreich sei, wenn ich ab jetzt totale Bettruhe halte bejahte Sie dies, meinte aber das erhöhte Trombosegefahr bestünde und fragte gnädigerweise nach ob ich stationär in der Gynäkologie des Krankenhauses aufgenommen werden kann.

Das Krankenhaus war ein Moloch. Das hässlichste Gebäude was ich je in meinem Leben gesehen habe. Es hat wohl einen sehr guten Ruf für seine neurologische Abteilung und ist ein Perinatalzentrum Level 1 aber die Versorgung dort war chaotisch und als Patient wurde man wie einer Nummer oder besser gesagt ein Fall behandelt. Ich wollte keine Nacht dort bleiben. Die Schwester knallte mir das Abendessen hin. Die Luft war heiß und stickig auf Grund eines sehr komplexen Belüftungssystems, dass das Öffnen der Fenster ausschloss und alles war giftgrün. Die Bettbezüge, die Teppiche, die Toilettendeckel neongrün und das Licht aschefahl. Ich begann still zu weinen und wollte nicht, dass mein Freund geht sobald die Besucherzeit vorbei ist. Zum Glück bemerkten die Schwestern nicht, dass er einfach blieb und so verbrachte er jede Nacht in dem leeren Bett neben mir bis ich mich nach 3 Tagen selber entlassen und in ein anderes Krankenhaus verlegen ließ. Während meiner Zeit in diesem Krankenhaus- meinem ersten Aufenthalt in einem Krankenhaus überhaupt- habe ich vor allem gemerkt wie überfordert viele Krankenschwestern sind und das sich Ärzte am liebsten grundsätzlich gegenseitig widersprechen...

Das hässlichste Gebäude der Welt

Fortsetzung folgt morgen...es ist unglaublich anstrengend liegend zu schreiben!